hessenschau von 16:45 Uhr vom 04.04.2025
Veranstaltungen – Sicherheitskosten gestiegen
Herausforderungen für Kommunen und Sicherheitsbehörden
Nach mehreren Amokfahrten in Deutschland diskutiert man verstärkt über die Sicherheit von öffentlichen Veranstaltungen. Besonders betroffen ist Hessen, wo bereits mehrere Feste – wie die Radtour „Kinzigtal Total“, das Marburger Kirschblütenfest und „Fahr zur Aar“ – wegen zu hoher Sicherheitskosten abgesagt wurden.
Im Gespräch mit Zufahrtsschutzexperte Christian Schneider erklärt dieser, dass die Anforderungen an Sicherheitskonzepte deutlich gestiegen seien. Veranstalter – häufig Städte oder Kommunen – seien durch die Verantwortung für umfassende Schutzmaßnahmen zunehmend überfordert. So müssten etwa bei „Fahr zur Aar“ 70 Zufahrten auf 40 Kilometern gesichert werden, auch gegen potenzielle Amokfahrer mit Fahrzeugen. Die damit verbundenen Kosten und logistischen Hürden seien für viele Kommunen kaum noch tragbar.
Das Land Hessen hat reagiert und ein Sofortprogramm mit einer Million Euro aufgelegt, um Kommunen bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zu unterstützen. Innenminister Roman Poseck betont, dass eine Zusammenarbeit zwischen Kommunen – etwa durch gemeinschaftliche Nutzung von Sperranlagen – ein Schlüssel zur Kostenreduktion sein könne. Feste fänden ohnehin selten gleichzeitig statt.
David Rauber vom Hessischen Städte- und Gemeindebund begrüßt das Programm als ersten Schritt, verweist jedoch auf offene Fragen zur konkreten Umsetzung und die angespannte Personallage, gerade an veranstaltungsintensiven Wochenenden. Außerdem müssten Sicherheitskonzepte stets individuell angepasst werden – eine Einheitslösung gebe es nicht.
Trotz aller Herausforderungen äußert sich Christian Schneider im Interview optimistisch: Viele Veranstaltungen hätten zuletzt erfolgreich und sicher stattfinden können. Das sei auch künftig möglich – mit Augenmaß, gezielter Unterstützung und maßgeschneiderten Schutzkonzepten.

Christian Schneider im MDR zur Amokfahrt in Leipzig – Zufahrtsschutz für Innenstädte im Fokus
Im MDR Umschau-Beitrag zur Amokfahrt in Leipzig kommt Christian Schneider als Zufahrtsschutzexperte zu Wort. Thematisiert werden die Sicherheit von Innenstädten und die Frage, wie öffentliche Bereiche besser vor Fahrzeugangriffen geschützt werden können.

Schutz vor Fahrzeugangriffen: Warum strukturierte Planung entscheidend ist
Die neue Checkliste der National Protective Security Authority bietet Entscheidern eine klare Orientierung für den Schutz vor Fahrzeugangriffen. Im Fokus steht die fundierte Risikoanalyse durch eine Vehicle Dynamics Assessment (VDA), die reale Bedrohungsszenarien bewertet und als Grundlage für passgenaue Sicherheitsmaßnahmen dient. Statt kostenintensiver Schnelllösungen ermöglicht der strukturierte Ansatz eine effiziente, nachhaltige Planung mit höherer Sicherheit und besserer Wirtschaftlichkeit.

Symposium Zufahrtsschutz 2026 in Leipzig: INIBSP und GPEC stärken sichere Innenstädte
Im Rahmen des Polizeikongresses GPEC widmet sich am 22. Mai das Zufahrtsschutz-Symposium aktuellen Herausforderungen rund um den Schutz öffentlicher Räume vor Amok- und Anschlagsfahrten. Im Fokus stehen wirksame, wirtschaftliche und belastbare Sicherheitsmaßnahmen für Kommunen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen.
Renommierte Experten aus Praxis, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden vermitteln aktuelles Fachwissen und diskutieren Lösungen für einen modernen und normgerechten Zufahrtsschutz. Ziel der Veranstaltung ist es, Verantwortlichen eine fundierte Grundlage für sichere Entscheidungen im öffentlichen Raum zu bieten.

Is HVM just for Christmas?
HVM im Public Sector Buyers Guide 2026
Der Fachartikel „Is HVM just for Christmas?“ ist in der aktuellen Ausgabe des Public Sector Buyers Guide 2026 erschienen. Darin analysiert Christian Schneider, warum Hostile Vehicle Mitigation (HVM) keine saisonale Eventmaßnahme ist, sondern eine eigenständige sicherheitstechnische Disziplin, die dauerhaft und durch qualifizierte Fachleute geplant werden muss.
Der Beitrag richtet sich an öffentliche Auftraggeber und Entscheidungsträger und zeigt auf, weshalb ungeeignete oder falsch spezifizierte Barrieren nicht nur unwirksam sind, sondern im Ernstfall selbst zur Gefahr werden können.

Zufahrtsschutz & Sicherheit bei Veranstaltungen – INIBSP im Quarks-Beitrag
Wie sicher sind öffentliche Veranstaltungen wirklich?
Der Quarks-Beitrag „Nützliche Technik: Unkalkulierbare Risiken?“ zeigt in Zusammenarbeit mit der INIBSP, warum moderner Zufahrtsschutz heute unverzichtbar ist – und welche technischen Lösungen Menschen wirksam schützen, ohne öffentliche Räume abzuschotten.

Rheinland-Pfalz fördert mobilen Zufahrtsschutz: Sonderprogramm „Gemeinsam sicher feiern“
Neue Förderung für mobilen Zufahrtsschutz in Rheinland-Pfalz
Mit der IKZ-Sonderförderung „Gemeinsam sicher feiern in Rheinland-Pfalz“ unterstützt das Land Kommunen bei der gemeinsamen Anschaffung mobiler Zufahrtsschutzsysteme für Veranstaltungen. Ab Oktober 2025 können interkommunale Kooperationen Fördermittel von bis zu 140.000 Euro beantragen. Ziel ist es, Veranstaltungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und kommunale Zusammenarbeit wirkungsvoll zu verbinden.
INIBSP unterstützt Kommunen bei der Konzeption und Umsetzung professioneller Zufahrtsschutzlösungen – von der Planung bis zur Einsatzpraxis.